Vor etwas mehr als sechs Jahren erfolgte die erste Einbindung von Ejektoren* in eine transkritische CO2 Kälteanlage. Die im Jahr 2013 erstellte Pilotanlage in der Migros Filiale Bulle zeigt, wie mit Ejektoren eine Effizienzsteigerung von bis zu 15% erzielt werden kann. Ein Jahr nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Anlage in Bulle wurde das Konzept weiterentwickelt und in zwei identische Kälteanlagen im Einkaufszentrum Mythencenter in Ibach SZ umgesetzt. Durch zusätzliche Anpassungen (u.a. die Installation von zwei zusätzlichen Ejektoren) erreichte das System bis zu 25% Effizienzsteigerung im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen. Dieser Erfolg sorgte für Aufsehen in der Kälte Branche. Seither werden laufend neue Konzepte und Komponenten von Verbund-, Regelungs- und Ventilherstellern an Tagungen und Messen vorgestellt. Alle Hersteller mit Rang und Namen in der CO2 Technik haben versucht, eine entsprechende Lösung für die steigende Nachfrage bereitzustellen.
Bis heute hat sich die Einbindung von Ejektoren in Kältesysteme international etabliert. Namhafte Ventil- und Regelungshersteller liefern fertige Lösungen für die Anlagenbauer. Nichtsdestotrotz ist die Reise noch nicht zu Ende. Optimierungen in den Regelstrategien und weitere Einbindungsmöglichkeiten in Klimaanlagen, Wärmepumpen und Integralsystem sind nur einige Möglichkeiten in denen Ejektoren einen Beitrag zur Optimierung von Systemen beitragen können. Seit der ersten Einbindung von Ejektoren in eine transkritische CO2-Kälteanlage vor rund 6 Jahren, sind in der Zwischenzeit über 250 Ejektor-Systeme, erfolgreich in Betrieb.
Der Ejektor ist eine Art Pumpe, angetrieben durch Druckdifferenzen im System, ohne jeglichen Bedarf an elektrischer Energie (Strom). Das CO2 strömt mit hohem Druck in die Düse A und pumpt CO2 von niedrigem Druck B auf einen höheren Druck C. Der Ejektor ermöglicht einen Druckhub von B zu C, dessen Wirkung blieb bislang ungenutzt.